Bad Brückenau
Startschuss für den neuen Verein
Es ist geschafft – die Satzung ist in trockenen Tüchern. Nun kann der "Förderverein europäischer Städtepartnerschaften Bad Brückenau e.V." aus der Taufe gehoben werden. Die Gründungsversammlung beginnt am Mittwoch, 8. Februar, um 19.30 Uhr im Hotel "Deutsches Haus".
Auf dem Fundament, das die Stadt Bad Brückenau mit den Partnerschaften zu Ancenis in Frankreich und Kirkham in Englang gelegt hat, soll weiter aufgebaut werden. Nun werden die Aktivitäten auf die Beine des Vereins gestellt, erklärt Helga Weißenberger. Junge Mitglieder sollen zusätzlichen Schwung bringen, ihre Kreativität und Ideen seien gefragt. Und da können sie gleich mit der Frage beginnen, "wie können wir den Verein sinnvoll nennen?" Auch ein entsprechendes Logo soll entwickelt werden.
"Die Gruppe, die den Verein jetzt gründet, ist zum großen Teil bereits 30 Jahre aktiv." Denn die Partnerschaft Bad Brückenau – Ancenis wurde 1981 begründet. Damals gab es eine enge Verzahnung der Stadt mit den weiteren an der Partnerschaft Interessierten, zählt Helga Weißenberger beispielsweise Hans-Dieter Unger, Klaus Zühlke und Bürgermeister Müller auf.
Mittlerweile sei die Gruppe des Partnerschaftskomitees 30 Jahre älter, "mit Schwung muss die neue Generation rein". Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks habe bei einem Treffen in Kirkham letztes Jahr dynamisch ankündigt, dass die Partnerschaft wiederbelebt werde und sie sich in den Vorstand einbringe. Es sei schon ganz toll, dass sie sich für den Vorstand zur Verfügung stelle. Ebenso würdigt Helga Weißenberger das Engagement der 2. Bürgermeisterin Adelheid Zimmermann, Anton Kiefer von der Stadtverwaltung und Dieter Sternecker vom Kulturbüro waren auch stets anwesend.
Zu dieser Gründungsversammlung eingeladen sind alle Stadträte, die Vorstände der Vereine, die Georgi-Bläser, die Musikschule, und, und.... Dass sich die Vereine der drei Städte entsprechend ihrer Interessen verbinden, auch darauf liege die Hoffnung. So verweist Helga Weißenberger beispielsweise auf Läufer des TV, die seinerzeit in Etappen nach Ancenis gelaufen sind oder eine Gruppe von Ancenis über Kirkham nach Bad Brückenau unterwegs war.
Die Satzung ist mit der Stadt ausgearbeitet und liegt bei der Gründungsversammlung am 8. Februar parat. Die zweite Veranstaltung wird es dann zirka vier Wochen später geben. In dieser Mitgliederversammlung sollen Veranstaltungen, Logo und Flyer besprochen werden und einen weiteren Monat später gibt es einen Info-Abend mit Vorstellung der Aktivitäten von einst. Dr. Schumm, Hans Wagner und einige mehr waren beispielsweise mit Läufern aus Ancenis beim Paris-Marathon mit von der Partie. So soll mit einer Präsentation in die Erinnerungen eingetaucht werden.
Gleichzeitig stehen schon einige Vorhaben an: So wird sich der Förderverein während des Maibaumaufstellens präsentieren und natürlich beim Stadtfest mit von der Partie sein. Der wichtigste Termin: "Wir fahren alle zusammen nach Ancenis und feiern 30 Jahre Partnerschaft." Dieses Jubiläum stand zwar bereits letztes Jahr an, doch anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt waren die französischen Freunde in Bad Brückenau zu Gast.
Das Außergewöhnliche an dieser Partnerschaft ist die "Dreiecksgeschichte", unterstreicht Helga Weißenberger. Ancenis und Kirkham sind seit 1979 Partner, Ancenis - Bad Brückenau seit 1981 und Bad Brückenau – Kirkham seit 1995. "Deshalb haben immer was zu feiern", lacht die Mitgenfelderin mit Blick auf die Jubiläen.
Der Verein werde zuständig für die Intensivierung des Austausches, die Förderung von Toleranz und Völkerverständigung. "Und wir wollen die Partnerschaften zwischen den Vereinen vermitteln." Ob Gartenbau- und Angelverein oder Brieftaubenzüchter, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, da bietet sich ein großes Potenzial an Miteinder. Gemeinsam kochen, wandern, singen – die Palette ist groß. Der Austausch zwischen den Schulen, die Vermittlung von Praktikumsplätzen, auch das steht auf der Liste. Bereits zum Selbstläufer geworden ist der rege Austausch zwischen den Georgi-Bläsern und den Musikern in Ancenis.
„Das Wichtigste ist die Beteiligung der Jugendlichen und der Jugendaustausch“, Sprachkurse auch außerhalb der Schule intensivieren, zählt Helga Weißenberger weiter auf.
Bürgermeisterin Brigitte Meyerdierks wird für mindestens ein Jahr das Ganze mit anschieben. Nicole Wirth, Lehrerin an der Staatlichen Realschule, hat ebenfalls zugesagt, im Vorstand mitzuarbeiten.















