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Vor dem Geschäft in Gersfeld. Foto: roma

 

Tann-Lahrbach

Rhöner Leckereien vom Paradieshof

Es ist schon eine Erfolgsgeschichte, die die Müllers vom Paradieshof in Tann-Lahrbach schreiben können. Knapp 20 Jahre ist es jetzt her, als die Familie in die Direktvermarktung einstieg. Und ein wichtiges Standbein ist das vor drei Jahren in Gersfeld eröffnete Metzgerei-Geschäft geworden. Zu dem großen Kundenstamm gehören auch jene begeisterten Frauen und Männer, die sich hier regelmäßig ihr leckeres Mittagessen holen. „Ich koch’ doch nicht mehr selbst, so gut wie es hier schmeckt“, erklärt eine Kundin voller Überzeugung.

 „Wir hatten früher Landwirtschaft“, blickt Christine Müller zurück, in ihren Händen liegen Vermarktung und Vertrieb. Die Familie begann mit Hausschlachtungen, „dann haben wir uns überlegt, wie es weitergehen soll“. Und da lag es nahe, als zweites Standbein in die Direktvermarktung zu gehen. Die steckte allerdings damals noch in den Kinderschuhen, der Landkreis Fulda leistete „Schützenhilfe“.

Moderne Metzgerei
Die Müllers investierten, bauten ein Stück am Haus auf dem idyllisch oberhalb von Lahrbach gelegenen Anwesen an. Neben dem Bauernladen entstand im Laufe der Zeit eine moderne Metzgerei mit Schlachthaus und Produktionsräumen. Und schließlich stieg Sohn Tobias mit ein ins Familienunternehmen.

„Nach und nach sind wir auf den Markt gefahren“, erinnert sich Christine Müller an die Anfänge. Und nach wie vor warten die Kunden schon immer, wenn der Wagen der Paradieshof-Metzgerei auf den Märkten in Bad Brückenau und Petersberg vorfährt. Da hat die Chefin schon so viele Stammkunden, dass so manch einer gar nicht mehr sagen muss, was er möchte. Nette Gespräche am Rande gehören natürlich auch dazu.

Erfolgreich auch in Thüringen
Vor zehn Jahren schafften sich die Müllers ein weiteres Verkaufsmobil an. „Wir fahren sehr erfolgreich in Thüringen“, ist Christine Müller begeistert. Schwiegertochter Angelique, sie ist gelernte Fleischfachverkäuferin, hat sich nach und nach die Tour aufgebaut, fährt nun schon seit acht Jahren die Strecke. Und wenn es passt, ist ihr Ehemann, Metzgermeister Tobias Müller, mit von der Partie. Es ist schon nicht leicht, dem Konkurrenzkampf standzuhalten, weiß die Geschäftsfrau. Aber Angelique habe genau das richtige Händchen und ist bei den Kunden sehr beliebt.

Freitags ist Schlachttag
„Wir schlachten selbst, die Landwirte füttern für uns nach unseren Richtlinien“, beschreibt Christine Müller. Zum größten Teil kommt das Rindfleisch aus der eigenen Landwirtschaft. Freitags ist immer Schlachttag. Die Kunden möchten Fleisch, Wurst usw. aus der Region, „wir sind sehr transparent“. Zahlreiche Läden bzw. Betriebe werden vom Paradieshof beliefert. Dazu gehören unter anderem der Regionalladen auf der Wasserkuppe, der vom Verein „Rhöner Durchblick“ betrieben wird, der Bauernladen in Fladungen, der Biohof Gensler in Poppenhausen, weitere kleinere Läden, außerdem Gaststätten der Vereinigung „Rhöner Charme“, in der die Müllers selbst auch Mitglied sind, darunter unter anderem der Berggasthof Ebersburg.

Mittagessen sehr beliebt
Ganz begeistert ist Christine Müller, wenn sie von dem vor drei Jahren eröffneten Metzger-Laden in Gersfeld erzählt. Direkt auf dem Markt, im Mittelpunkt des Städtchens gelegen, wird das Geschäfts sehr gut angenommen. Die „Heiße Theke“ mittags sei regelrecht explodiert. Mittlerweile kochen die Frauen dort ganze Menüs. Viele kalten Platten und Canapés werden geordert, Partyservice mit allem drum und dran ist ebenso ein Renner. Viele Frauengruppen treffen sich beispielsweise zum „Kaffeekränzchen“ und zum Metzgerfrühstück. „Da lassen sich unsere Frauen immer was einfallen“, weiß die Chefin um die Kreativität ihrer Mitarbeiterinnen.

Nach Hausfrauenart
So ist es auch kein Wunder, dass die „Heiße Theke“ solch ein Renner ist und die Kunden wissen, „hier wird noch so richtig nach Hausfrauenart gekocht“. Und die typische Rhöner Wurst, von der Blut- über die Leberwurst und den Schwartenmagen bis hin zur Rhöner Bauernwurst, erfreut sich natürlich großer Beliebtheit. Wurstspezialitäten, hergestellt nach alten Rhöner Rezepten in der eigenen Metzgerei, lassen die Herzen der vielen Fans höher schlagen.

Freundlich und vom Fach
Sehr viele Stammkunden gibt es mittlerweile, sie schätzen nicht nur Qualität sondern auch, dass die Mitarbeiterinnen immer so freundlich sind. „Was besseres hätte uns nicht passieren können“, ist Christine Müller voll des Lobes über „ihre“ Frauen, „nett, freundlich und vom Fach“. Neun Angestellte und ein Lehrling gehören zum Familien-Unternehmen.

Regierungspräsident übergab EU-Zertifikat
Stolz ist die Familie auch darauf, dass sie vor zwei Jahren die Anforderungen der EU-Zertifizierung mit Bravour bestanden hat. "Wir haben uns der Prüfung gestellt, investiert und umgebaut", erinnert sich Christine Müller. Und weil diese EU-Zertifizierung in der Paradieshof-Metzgerei derart erfolgreich war hatte es sich Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke nicht nehmen lassen, selbst nach Lahrbach zu kommen und die Urkunde zu überreichen. Dieses Zertifikat ist ist Qualitäts-Vertrauensbeweis, hatte er während der Übergabe betont.

Es ist schon eine Erfolgsgeschichte der Müllers, die natürlich auch eine Menge Kraft gekostet hat und auch immer wieder kostet - aber die Familie lebt und liebt ihren Paradieshof. Und die zufriedenen Kunden, darunter auch sehr viele Urlauber, geben ihnen jeden Tag aus neue Recht.

Infos auch unter www.paradieshof-metzgerei.de

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mar

    Tobias und Walter Müller. Foto: privat

     

    Das Team vom Paradieshof. Foto: roma

     

    Angelique Müller auf Tour in Thüringen. Foto: privat

     

    Das Team in Gersfeld. Foto: roma

     

    Das Team in Gersfeld. Foto: roma

     

    Christine Müller. Foto: privat

     

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