Staatsbad Brückenau
Kurpension statt Altersheim
"Hier bleibe ich für immer", strahlt die Seniorin über das ganze Gesicht, "hier gehe ich nicht mehr fort". Frau Liebig genießt das besondere Angebot im "Haus Margerete": Kurpension statt Altersheim.
Und weitere Seniorinnen tun es ihr gleich. Seit 20 Jahren führen Hans-Joachim und Gundula Langeworth dieses beliebte Traditionshaus im Staatsbad Brückenau. Viele Gäste kommen immer wieder, es gibt eine ganze Reihe von "Wiederholungstätern", die sich hier gern verwöhnen lassen. Doch die Reisegewohnheiten haben sich im Laufe der Zeit stark verändert, weiß Hans-Joachim Langeworth aus Erfahrung. Also was tun? Durch Gespräche auch im privaten Bereich wurde ihnen klar: Dauergäste – das ist der Markt der Zukunft.
Die geburtsstarken Jahrgänge wachsen ins Rentenalter hinein "und wenn man dann noch einen guten Preis bieten kann, was wir können", dann eröffnen sich hier doch gute Möglichkeiten. „Das ist eine typische Win-Win-Situation", freut sich Hans-Joachim Langeworth.
Die Langeworths wissen, jeder Mensch möchte so lang wie möglich in seinen eigenen vier Wänden leben. Mitunter ist das aber nicht mehr ohne weiteres möglich. Allergrößten Wert legen die Pensionsbetreiber darauf, dass ihr Haus kein Heim ist. Die Bewohner sind und bleiben Gäste und werden als solche auch mit größter Aufmerksamkeit behandelt. Der normale Pensionsbetrieb läuft wie gewohnt weiter. Somit ist es ausgeschlossen, dass sich die Dauergäste isoliert oder ausgegrenzt vorkommen müssen.
Die Dauergäste – Probewohnen zum gegenseitigen Kennenlernen ist natürlich jederzeit möglich – können entweder ein möbliertes Zimmer mieten oder eigenes Mobiliar mitbringen. Im Komplett-Paket enthalten sind die seniorengerechte Verpflegung, der Wäsche- und Reinigungsservice, kleine Besorgungsgänge oder –fahrten, Begleitung zu Ärzten und Ämtern, usw.
Alle Einrichtungen des Hauses können mitbenutzt werden. Und wenn es die Dauergäste wünschen, ist die Mithilfe in Haus und Hof möglich. Das ist natürlich keine Verpflichtung, sondern ein Angebot für jene, die dies gern möchten, die sich aktiv in den Tagesablauf einbringen mögen. Ansonsten bekommt der Gast aber ein Rundum-Sorglos-Programm auf einem Drei-Sterne-Hotelniveau geboten.
Nicht zu vergessen die bevorzugte Lage dieses gastlichen Hauses – der Wald, die Kureinrichtungen und der wunderschöne Park liegen quasi um die Ecke.
Sollte es erforderlich sein, dann kann sich der Dauergast für einen ambulanten Pflegedienst entscheiden. Nachdrücklich betonten die Betreiber, dass ihr Konzept keinesfalls eine Konkurrenz zum Pflegeheim darstellen soll. Was dort geleistet werde, könne im "Haus Margarete" nicht geleistet werden. Aber manchmal sei das auch überhaupt nicht erforderlich. Wenn es aber um eine komfortable und zudem noch bezahlbare Wohnform gehe, die ein hohes Maß an Lebensqualität für ältere Menschen bietet, dann spreche einiges dafür, sich das Angebot der Familie Langeworth näher anzuschauen.
Frau Raussert war Stammgast in der Kurpension "Haus Margarete", sehr oft weilte sie hier, um Urlaub zu machen. Als Teenager hat sie im damaligen Kaufhaus Schäffer in Brückenau gearbeitet. Von daher kennt und liebt sie diese Gegend, weiß die Nichte Elisabeth Norwood. 50 Jahre lebte Frau Raussert in Frankfurt. Doch dann hatte sie mit der Diabetes zu kämpfen. "Sie war am Sterben. Und wenn sie nicht hierhergekommen wäre, wäre sie gestorben", ist sich die Nichte sicher. "Hier ist sie so richtig aufgeblüht." Das ist der Seniorin, der man ihre 88 Jahre überhaupt nicht ansieht, ins Gesicht geschrieben. Sie springt vom Stuhl auf, als ihre Nichte überraschend zum Besuch eintrifft, eine alte Freundin von Frau Raussert hat sie gleich mitgebracht – welch eine Freude.
Eine liebenswerte Frau
Elisabeth Norwood hatte sich des öfteren mit Gundula Langeworth unterhalten und sie waren auf die Idee gekommen, dass Maria Raussert dieses Angebot "Kurpension statt Altersheim" annehmen könnte. Denn Elisabeth Norwood hatte sich immer größere Sorgen um ihre Tante gemacht, gerade auch mit Blick auf die Diabetes. "Sie hat immer gemeint, zu essen, das hat sie aber nicht. Ich konnte nicht jeden Tag nach ihr schauen, ich arbeite und lebe in Wiesbaden. Ein Altersheim für sie kann und will ich mir für sie nicht vorstellen." Also wurden Nägel mit Köpfen gemacht. "Meine Tante fühlt sich hier sehr, sehr wohl. Sie ist eine ganz liebenswerte Frau." Und hier in der Kurpension steht sie ein bisschen mehr "unter Beobachtung", es ist immer jemand da der auch danach schaut, dass Frau Raussert gut isst.
Frau Liebig, Frau Schulz und Frau Raussert leben nun als Dauergäste in der Kurpension, sie fühlen sich sichtlich wohl in dieser familiären Atmosphäre. Hier können sie sich in ihre gemütlichen Zimmer zurückziehen, wann immer sie wollen, und sie können auch gesellig beieinander sitzen. Und sie genießen das tolle Essen, das Gundula Langeworth täglich zubereitet. Geradezu ins Schwärmen geraten die drei älteren Damen, wenn sie von den gutbürgerlichen Speisen erzählen. Viel Lob gibt es dabei für die Köchin. Und auf die Frage, was ihnen denn besonders gut schmeckt, erklärt Frau Liebig schmunzelnd: "Ich esse alles, was mich nicht isst."
Weg von hier, das käme für sie nicht in Frage. Hier haben sie alles, was sie brauchen. Denn da gibt es einerseits das Rundum-Sorglos-Paket und andererseits das, was nicht zu bezahlen ist – die Herzlichkeit der Langeworths und die familiäre Atmosphäre.
Weitere Informationen unter www.langeworth.de



















