Bad Brückenau
"Ich war happy"
Kinder-Reporter Maximilian hat sich beim Youngster Cup und bei der Bayerischen Meisterschaft in Bischofswiesen jeweils die Bronzemedaille geholt. Was er dort alles erlebt hat, das könnt Ihr hier lesen.
Am Dienstag, den 3. Januar, sind Papa und ich um 13 Uhr nach Berchtesgaden gefahren und um 18 Uhr am Hintersee angekommen. Dann gab es erst mal Abendbrot. Danach haben wir noch meinen Geburtstag gefeiert, Mama hat mir Muffins und einen Kuchen gebacken. Meine Teamkollegen haben mir ein Geburtstagslied gesungen und ich habe meine Geburtstagskerzen ausgepustet.
Am Mittwoch bin ich um 5.30 Uhr aufgestanden, um 6.30 Uhr gab es Frühstück und um 6.45 Uhr sind wir zum Götschen gefahren. Wir fuhren durch einen Stangenparcour, der durch die Half Pipe gesteckt war. Jeder, der am Youngster Cup teilnahm, fuhr drei Durchläufe. Um 10 Uhr hatten wir Frühstückspause. Nach der Pause hatten wir Technik Training. Der Trainer Karl Lotz hat gesagt: "Deine beiden Skier sollen auf dem Boden bleiben." Leider hat es den ganzen Tag geregnet, was uns aber nicht groß gestört hat. Wir hatten Spaß und außerdem gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.
Donnerstag fahren wir Riesenslalom, sagte Karl. Der Lauf fing mit Slalom an und ging in Riesenslalom über. Da bekam ich vom BVS-Trainer einen K 2 "Rocker Ski", mit dem man tolle Tricks machen kann, der Ski hat vorne und hinten eine Schaufel.
Am Freitag war der dritte und letzte Tag des Youngster Cups. Am Abend um 19 Uhr machten wir noch eine Fackelwanderung, bei Mondschein, zu einer Wildfütterung im Nationalpark von Berchtesgaden. Zurückgekommen hatten wir noch eine Teambesprechung für die Bayerischen Meisterschaften. Alle mussten früh schlafen gehen, damit wir am nächsten Tag alle fit waren für die Rennen.
Zuerst stand die Streckenbesichtigung auf dem Programm, das ist sehr wichtig, hierbei prägt man sich die Strecke gut ein. Man achtet darauf, wie die Stangen gesteckt sind und wie der Streckenverlauf ist. Wir bekamen die Startnummern und begaben uns zum Start. Das erste Rennen war Riesenslalom, wir starteten um 10 Uhr und fuhren zwei Durchgänge. Wenn man beim ersten Lauf einen Fehler macht, z. B. ein Tor auslässt, ist man bereits für den zweiten Lauf disqualifiziert. Bei mir lief es bei beiden Durchgängen gut.
Zum ersten Mal beide Wettbewerbe geschafft
Nach einer kurzen Pause erfolgte dann die Streckenbesichtigung für das Slalom-Rennen, wir bekamen neue Startnummern und fuhren mit dem Lift zum Start. Der Slalom-Kurs war extrem schwierig gesteckt. Bei meinen bisherigen Slalom Rennen hatte ich es nicht geschafft, bei beiden Durchläufen fehlerfrei durchzukommen, ich schied durch Torfehler aus. Bei diesem Rennen schaffte ich zum erstenmal beide Wettbewerbe! Um 15 Uhr war die Siegerehrung der Bayerischen Meisterschaft, die Platzierungen waren vorher nicht bekannt und ich war natürlich gespannt auf meine Ergebnisse.
Zu meiner großen Freude belegte ich im Riesenslalom den 4. Platz und gewann im Slalom die Bronzemedaille. Danach fuhren wir zum CVJM-Gästehaus am Hintersee, unser Übernachtungsdomizil. Wie immer luden wir unser Auto aus, trugen unsere Ski in den Skikeller und hingen unsere Skibekleidung, Handschuhe etc. zum Trocknen auf.
Nach dem Duschen folgte um 17 Uhr die Siegerehrung vom Youngster Cup. Hier belegte ich den 3. Platz und gewann die Bronzemedaille. Ich war happy! Nachdem es am Abend noch geregnet hatte, fing es in der Nacht an zu schneien. Als ich morgens aufwachte, dachte ich zuerst, ich träume: Wir hatten einen halben Meter Neuschnee, ein Wintermärchen und feinster Pulverschnee. So schaufelten wir an diesem Morgen unser Auto frei, ganz schön anstrengend.
Nach dem Beladen des Autos fuhr ich mit Papa zum Götschen, denn ich wollte mal Tiefschnee fahren, meine K 2-Ski testen und ein paar Tricks ausprobieren. Solchen Schnee hat man nicht alle Tage. Trotz Dauerschneefall waren wir drei Stunden auf der Piste. Dann mussten wir leider die Ski abschnallen, denn die sechsstündige Heimfahrt stand uns noch bevor, denn morgen fing ja die Schule wieder an.
Mir fiel das Lied von Wolfgang Ambros ein: "Ski foan.... i' bleib' am Montag ah' noch da.... ! Ging ja leider nicht! - Die Schule ruft und nicht der Berg!
Wer ein Autogramm möchte, bitte schreibt mir an folgende Adresse: Maxi Jäger, Breitenbacher Weg 33 in 97769 Bad Brückenau. Ich freue mich auf Post!
Euer Maxi

















