Würzburg
"Gigantische Hilfsbereitschaft"
Über 250 Schlafsäcke für Obdachlose und Bedürftige bei Bahnhofsmission abgegeben - Jetzt finanzielle Unterstützung für spezielle Hilfsmaßnahmen nötig
250 Schlafsäcke und 70 Säcke, gefüllt mit wärmender Kleidung: Die Spendenbereitschaft der Menschen in Mainfranken nach dem Aufruf der Würzburger Bahnhofsmission angesichts der Kältewelle ist enorm. In den kommenden Tagen erhofft sich die ökumenische Einrichtung am Würzburger Hauptbahnhof vor allem Geldspenden, um speziellen Hilfsmaßnahmen nachkommen zu können. "Die extreme Kälte ist das zentrale Thema, das die Klienten der Bahnhofsmission bewegt", betont Michael Lindner-Jung, Leiter der Bahnhofsmission Würzburg.
Am vergangenen Donnerstagabend, 2. Februar, hatte Lindner-Jung an die Bevölkerung appelliert: "Wir suchen dringend wintertaugliche Schlafsäcke." Am Folgetag kamen die Spenden dann im Zwei-Minuten-Takt am Hauptbahnhof an - 100 Schlafsäcke allein an einem Tag. "Ich bin total begeistert von der Solidarität mit den Obdachlosen. Das ist gigantisch und eine ermutigende Geschichte", sagt er am Dienstagmittag, 7. Februar.
Gleichzeitig weist Lindner-Jung aber darauf hin, dass die Lagermöglichkeiten der Bahnhofsmission derzeit erschöpft seien. "Die Bahnhofsmission ist bis unter die Decke gefüllt. Wir verteilen die Schlafsäcke und Kleidungsstücke an Bedürftige und stehen mit anderen Sozialeinrichtungen wie dem Kleiderladen der Würzburger Caritas oder dem Johann-Weber-Haus bei der Verteilung der Spenden in Kontakt."
Nach dieser großartigen Mitsorge vieler Menschen bittet Lindner-Jung jetzt um finanzielle Unterstützung der Bahnhofsmission. Von den Spendengeldern wolle man wärmende Kleidungsstücke in Sondergrößen, Mützen oder Unterwäsche kaufen, um diese dann an Obdachlose und Bedürftige zu verteilen. Spenden erbittet die Bahnhofsmission Würzburg bei der Ligabank Würzburg, Kontonummer 103001881, Bankleitzahl 75090300.

















