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Thomas Hornung (re.), Leiter Tiefbaureferat und Alexander Pusch, Bereichsleiter Abwasser zeigen sich erfreut, dass ein Neubau des Faulturms nicht erforderlich geworden ist. Foto: privat

 

Bad Kissingen

Faulturm der Kläranlage wird saniert

Die Sanierung des Faulturms Eins der Kläranlage Bad Kissingen läuft auf Hochtouren und steht kurz vor dem Abschluss.

Der Faulturm Eins der Kläranlage wurde im Jahr 1978 gebaut. Aus betriebstechnischen Gründen erwiesen sich eine Untersuchung und Sanierung als unumgänglich. Nach aufwendiger Leerung und Reinigung musste zunächst ein Gerüst mit acht Etagen im Inneren des Faulturms aufgestellt werden. Von hier konnte man die Innenflächen begutachten, um eventuelle Risse zu entdecken. Des Weiteren kam es zu Sondierungsbohrungen, wobei Bohrkerne entnommen und in einem Labor auf Schadstoffe, im Beton, untersucht wurden. Außerdem wurden sogenannte Potentialfeldmessungen vorgenommen. Hierbei kann man feststellen, ob verbaute Stahlbewehrungen im Beton Rost angesetzt haben, der ebenfalls zu Rissen führen kann.

Nachdem die betontechnischen Untersuchungen beendet waren, kam man zu dem Ergebnis, dass eine Instandsetzung ausreichend und kein kompletter Neubau von Nöten ist.

Der Kostenumfang der Sanierung wird den gesteckten Rahmen von etwa 870 000 Euro nicht übersteigen. Bei einem Neubau hätte man für einen Faulbehälter einen Betrag in Millionenhöhe investieren müssen.

Die Hauptaufgabe besteht derzeit darin, schadhaften Beton in der aggressiven Gaszone, abzutragen und mit einem Spritzbeton mit umschließender Beschichtung den Stahl dauerhaft zu schützen. Die Beschickungsleitungen, die den Klärschlamm zu- und ableiten, sind nicht erneuerungsbedürftig. Unter die maschinentechnische Sanierung fällt der Einbau eines neuen Gasverdichters. Parallel kommt es zu einer statischen Überprüfung des Spannbetonbehälters, die ein externes Fachbüro vornimmt.

Nach Ende der anfallenden Reparaturarbeiten wird der Faulbehälter wieder in Betrieb genommen. Etwa zwanzig Jahre Betriebsdauer ist zu erwarten. 

Weitere Beiträge unter der Rubrik Kommunales>>

    Wie ein Labyrinth, das Innengerüst im Faulturm. Foto: privat

     

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