Wiesbaden
Eiskeller Deutschland - minus 32 Grad in Oberstdorf
Kältehoch Dieter sorgt für immer weiter sinkende Temperaturen. Vergangene Nacht wurden verbreitet Tiefstwerte unter minus 20 Grad gemessen. In Oberstdorf wurden direkt über dem Erdboden sogar satte minus 32 Grad registriert.
Nachfolgend die tiefsten Werte der vergangenen Nacht, gemessen zwei Meter über der Erdoberfläche:
Oberstdorf minus 27 Grad, Leutkirch-Herlazhofen minus 25 Grad, Grafenwöhr minus 23 Grad, Neuburg an der Donau minus 22 Grad, Roth minus 22 Grad, Garmisch-Partenkirchen minus 22 Grad, Kempten minus 22 Grad, Augsburg minus 20 Grad, Nürnberg minus 20 Grad.
Und hier die Werte die unmittelbar an der Erdoberfläche gemessen wurden: Oberstdorf minus 32 Grad, Garmisch-Partenkirchen minus 30 Grad, Lechfeld minus 26 Grad, Augsburg minus 26 Grad, Celle minus 24 Grad, Berlin minus 23 Grad, Stuttgart minus 23 Grad, Leipzig minus 22 Grad, Emden minus 22 Grad, Schwerin minus 22 Grad, München minus 22 Grad, Gera minus 21 Grad.
Und ein Ende der extremen Kälte ist weiter nicht in Sicht. "Noch mindestens eine volle Woche geht dieses eisige Wetter weiter. Zur Wochenmitte kann es im Osten und der Mitte sogar noch etwas Schnee geben. Sonst sind die Tage meist sonnig und die Nächte sternenklar", sagt Wetterexperte Dominik Jung vom Wetterportal WETTER.NET .
Der Frost kann dabei vielfach tief in den Erdboden eindringen. Seen und Flüsse gefrieren nach und nach weitgehend zu. Auch auf der Ostsee bilden sich immer mehr Eisschollen.
Bei diesen tiefen Temperaturen von unter minus 20 Grad bekommen nun sogar Autofahrer Probleme, zumindest alle die, die einen Diesel fahren. Denn Dieselkraftstoff beginnt bei so tiefen Werten langsam aber sicher "flockig" zu werden.
Ein Ende des Horrorwinters, der in Europa bisher Hunderte von Kältetoten brachte, ist nicht in Sicht. Dieses Wochenende werden sogar auf den Balearen Schneefälle bis ganz runter erwartet. Selbst in Nordafrika, etwa in Algerien, mischen sich Schneeflocken unter den Regen.
"Wir gehen davon aus, dass die Kälte mindestens noch bis zu Monatsmitte andauern wird. Aber auch danach ist es fraglich, ob sich eine deutliche Milderung schnell durchsetzen kann", so Diplom-Meteorologe Jung.
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