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Dr. Heike Niechoj und Klaus Spitzl. Foto: mar

 

Rhön

"Eintauchen" in eine wundervolle Region

Die Rhön erleben, und dies im wahrsten Sinne des Wortes, das ist in der neuen Ausstellung im Informationszentrum Haus der Schwarzen Berge in Oberbach möglich. Hier können sich die Besucher buchstäblich ein umfassendes Bild von dieser einzigartigen Kulturlandschaft machen.

Sie ist ein Hingucker, diese neue Ausstellung. Sie lädt ein zu verweilen, sich in aller Ruhe umzuschauen. Und es gibt wahrlich viel zu sehen. Die Entstehung der Rhön, ihre Besiedlung durch den Menschen und ihre heutige Kulturlandschaft – in diese drei Bereiche ist der Rundgang gegliedert. Dabei geht diese Ausstellung auch in die Tiefe, sprich, hier lässt sich eine Schublade öffnen, dort eine Karte herausziehen – der Möglichkeiten gibt es einige. Oder der Besucher nimmt den Hörer von der Wand und begibt sich auf einen "Waldspaziergang" – begleitet von Vogelstimmen. In den "Vitrinen" sieht der Betrachter die Vielfalt an Flora und Fauna. Hier Schmetterlinge, ein Moorkäfer und der Sonnentau, dort der Rotmilan und der Bergmolch – und den Bach hört man förmlich leise vor sich hin plätschern.

Und das Tüpfelchen auf dem i ist das große Panoramabild in der Rotunde, aufgenommen von einem Fotografen aus Bad Kissingen mit einer Spezialkamera vom höchsten Punkt Unterfrankens aus – dem Sender Kreuzberg/Rhön. Da fühlt sich der Besucher mittendrin im Land der offenen Fernen, kann den Blick schweifen lassen bis zum Horizont.

Aber mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Vielmehr sollte man sich diese Ausstellung selbst anschauen. Und selbst wer die Rhön schon bestens kennt bzw. hier zu Hause ist, sollte sich dies nicht entgehen lassen.

Umweltbildung ist das große Thema im Informationszentrum, jährlich besuchen besipielsweise viele Schulklassen das Haus der Schwarzen Berge. Und diese neue Ausstellung wird ganz sicher ein weiterer Anziehungspunkt sein.

Zur feierlichen Eröffnung am Montagmittag konnte Landrat Thomas Bold zahlreiche Gäste willkommen heißen. Er erinnerte daran, dass mit Unterstützung des Bayerischen Umweltministeriums im Jahr 1997 vom Markt Wildflecken dieses Informationszentrum Haus der Schwarzen Berge ins Leben gerufen und im Südteil der Rhön diese Anlaufstelle errichtet wurde. Seit 2001 ist der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön Träger und Betreiber dieser Einrichtung – in Partnerschaft vor Ort mit der Tourismus GmbH Bayerische Rhön und dem Schwarzen Berge Management.

In Trägerschaft der Kommune
Im Rahmen des Konjunkturpaketes II hat die Regierung von Unterfranken dem Markt Wildflecken die Neugestaltung des Ausstellungsbereichs bewilligt. Landrat Thomas Bold dankte ausdrücklich dem Markt Wildflecken, dass er die Trägerschaft für dieses Förderprojekt übernommen hat. Aus verwaltungstechnischen Gründen konnte der Trägerverein dieses Projekt nicht verwirklichen. Dies war nur möglich, indem die Kommune die Trägerschaft übernahm. Seinen Dank richtete der Landrat an all jene Mitstreiter, die zum Gelingen dieses Projektes beitragen haben.

Als vor 14 Jahren das Haus der Schwarzen Berge eröffnet wurde, "war der Markt Wildflecken einige hohe Risiken eingegangen", blickte Bürgermeister Alfred Schrenk zurück. Unterm Strich waren es "600.000 Euro, die wir investiert haben".

Durch die Neugestaltung der Ausstellung gewinne das Haus zusätzliche Attraktivität. Diese strahle nicht nur weit hinaus ins Land, sondern auch "nach innen in unsere Gemeinde". Das merke er auch an der zunehmenden Akzeptanz der Bevölkerung bei verschiedenen Veranstaltungen. Auch er könne nur die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön loben. Er würdigte den Einsatz von Fachbetreuer Claus Schenk und Silvia Arnold und Maria Gutmann vom Schwarze Berge Management. Aufwand hatten und im Einsatz waren natürlich auch Dieter Feller von der Verwaltung und der Bauhof.

Leitender Regierungsdirektor Bertram Eidel, Leiter des Bereichs Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz in der Regierung von Unterfranken, erinnerte daran, dass das Haus der Schwarzen Berge seinerzeit das erste Infozentrum im Biosphärenreservat war. Heute sei es eine unverzichtbare Säule der Informations- und Umweltbildungsarbeit.

Aus dem Konjunkturprogramm II fließen die Mittel für dieses Projekt. Auf rund 190.000 Euro belaufen sich die förderfähigen Kosten, der Zuschuss hat ein Volumen von rund 171.000 Euro. Der Freistaat zahlt 28.000 Euro und der Bund knapp 143.000 Euro.

Auch die allerbeste Ausstellung könne immer nur ein gewisses Abbild der Wirklichkeit sein, erklärte Bertram Eidel. Es braucht die lebendige Präsentation. Deshalb seien die hier Tätigen die Botschafter der Kulturlandschaft des Biosphärenreservates. Sie bauen Brücken zwischen dem Abbild und dem wirklichen Leben.

Dr. Heike Niechoj, Geschäftsführerin der Kessler & Co GmbH in Mühlheim an der Ruhr, und ihre Kollegin Franzis Brüse – die Firma zeichnet für die Neugestaltung der Ausstellung verantwortlich - sowie Klaus Spitzl, Geschäfsführer des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön, führten die Gäste dann durch die Ausstellung.

Die Gäste der kleinen Eröffnungsfeier konnten sich zum Abschluss einmal mehr davon überzeugen, wie lecker es in der Rhön schmeckt. Dazu gehörte die hausgemachte Kartoffelsuppe mit Wurst und Holzofenbrot aus der Region. "Dies Angebot nehmen auch die Wanderern immer dankbar an", weiß Maria Gutmann.

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    Kirchenmusiker Michael Martin umrahmte die Feierstunde musikalisch. Foto: mar

     

    Unterwegs in der Ausstellung. Foto: mar

     

    In der neuen Ausstellung: Leitender Regierungsdirektor Bertram Eidel, Josef Seidenschwarz vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, Landrat Thoms Bold (Bad Kissingen), Bürgermeister Alfred Schrenk und Landrat Thomas Habermann (Rhön-Grabfeld). Foto: mar

     

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    Franzis Brüse zeigt Details. Foto: mar

     

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