Unterweißenbrunn
Buddeln und harken - der Fasching wurde ausgegraben
Das Ausgraben der Fasenacht ist eine alte Unterweißenbrunner Tradition, ein Brauch, der vor einigen Jahr wieder belebt wurde. Schon vor 60 Jahren war es üblich, in Unterweißenbrunn die Fasenacht auszugraben.
Bis in die frühen 80er Jahre wurde dieser Brauch gepflegt, geriet dann in Vergessenheit. Nun wurde das Faschingsausgraben neu entdeckt, sehr zur Freude der älteren Unterweißenbrunner, die sich noch gut an ihre Kindheit erinnern können, als sie selbst dieses Brauchtum pflegten.
Früher gingen die Aalhexen mit den typischen Rhöner Holzmasken um, das war in diesem Jahr noch nicht der Fall, da versteckten sie sich noch hinter Plastikmasken. Doch immerhin, es gehen wieder Aalhexen um. Die Kleidung zumindest entsprach der früherer Zeit, Arbeitskleidung, dick ausgepolstert, um die Körperform zu verschleiern.
Wenn in Unterweißenbrunn der Fasching ausgegraben wird, bedeutet das aber nicht, dass dass eine Person oder Puppe, ein Gegenstand oder ähnliches irgendwo ausgebuddelt wird. Kinder verkleiden sich als Hexen, bewaffnen sich mit Schaufeln und Hacken, damit ziehen sie von Hof zu Hof, von Schneehaufen zu Schneehaufen, und hacken und graben, schaufeln wild, jedoch ohne etwas konkretes zu suchen oder zu finden. So geht es von Hofeinfahrt zu Hofeinfahrt und allen Beteiligten ist klar, dass nun die Fasenacht ausgegraben wurde, dass das närrische Treiben im Dorf nun kein halten mehr kennt.















