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Susanne Wildfeuer (l.) und Andrea Kober-Weikmann (r.) laden zum Ökumenischen Weltgebetstag der Frau ein. Foto: POW

 

Würzburg

Beten, singen und essen wie in Malaysia

Ökumenischer Weltgebetstag der Frauen 2012 am 2. März unter dem Motto "Steht auf für Gerechtigkeit" - Zusätzlich drei Vorbereitungsveranstaltungen

Im Mittelpunkt steht heuer Malaysia. Das Land in Südostasien wird geprägt von einer multikulturellen und multireligiösen Gesellschaft - und einem großen Problem: Die Berufsgruppe der Haushaltshilfen, insbesondere der ausländischen, leidet unter miserablen Arbeitsbedingungen. Der Weltgebetstag macht auf diese Missstände aufmerksam und ruft auf, sich für Gerechtigkeit einzusetzen - auch im Bistum Würzburg.

"Der Weltgebetstag bedeutet gelebte Glaubenssolidarität mit den Frauen dort in Malaysia", erklärt Susanne Wildfeuer, Pfarrerin in der evangelisch-lutherischen Pfarrgemeinde Sankt Johannis in Würzburg. Zusammen mit Pastoralreferentin Andrea Kober-Weikmann, Referentin für Frauenseelsorge im Bistum Würzburg, ist sie für den Weltgebetstag der Frauen in Unterfranken zuständig. "Diese Zusammenarbeit ist vorbildhaft für die Ökumene", betont Kober-Weikmann.

Gemeinsam hatten sie zur Vorbereitung für die Veranstaltungen in den einzelnen Pfarreien eingeladen. Die Resonanz sei gut gewesen, "wie jedes Jahr", freut sich Kober-Weikmann. Rund 600 Frauen hätten an der Vorbereitung teilgenommen: Textstellen aus der Bibel und der Aufbau der liturgischen Feier wurden besprochen und malaiische Musik vorgestellt. Mit dem Hintergrundwissen werden die Frauen den Weltgebetstag in ihren Pfarreien federführend organisieren.

"In diesem Jahr geht es mit dem Motto Gerechtigkeit um ein Thema, das Menschen in vielen Nationen sehr gut nachempfinden können", betont Wildfeuer. Auch in Deutschland gebe es die Situation, dass Frauen in bestimmten Berufen nicht gerecht behandelt würden. "Das Motto zeigt, wie parallel die Probleme in Malaysia und Deutschland sind", fügt Kober-Weikmann hinzu.

Damit der Weltgebetstag auch in Zukunft einen so breiten Zuspruch findet, "bereiten wir uns auf den Generationswechsel in den Gemeinden vor", erklärt Kober-Weikmann. Heuer gibt es erstmalig ein erweitertes Vorbereitungsangebot, das eine breite Zielgruppe ansprechen soll. Los geht es mit einem Blick in die Küche Malaysias: Am Donnerstag, 2. Februar, wird von 18.30 bis 22 Uhr ein Kochkurs angeboten, bei dem Referentin Helga Späth mit den Teilnehmerinnen malaiische Gerichte kocht.

Das zweite Seminar widmet sich der Bibelarbeit. Kober-Weikmann und Wildfeuer werden am Montag, 6. Februar, von 18.30 bis 20.30 Uhr mit den Teilnehmerinnen an Textbeispielen erarbeiten, wie Gottes Gerechtigkeit aussieht und was sie für das Leben bedeutet. Den Abschluss der Reihe bildet am Dienstag, 14. Februar, um 20 Uhr die Ethnologin Tatjana Leineweber aus Wien, die über das Land Malaysia im Allgemeinen und Speziellen referieren wird. 

Alle drei Veranstaltungen finden im evangelischen Bildungszentrum Rudolf-Alexander-Schröder-Haus am Wilhelm-Schwinn-Platz 3 in Würzburg statt. Anmeldung für alle drei Veranstaltungen unter 0931/321750.

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