Unterfranken
Die aktuellsten Meldungen aus Unterfranken:
Schweinfurt-Bad Kissingen
Großeinsatz von Drogenfahndern
18 Wohnungen durchsucht – Haftbefehl gegen die beiden Haupttäter erlassen.Im Laufe des Dienstags haben Drogenfahnder der Kriminalpolizei Schweinfurt mit Unterstützung zahlreicher Beamter anderer Polizeidienststellen in Schweinfurt, dem Landkreis Schweinfurt und in Bad Kissingen insgesamt 18 Wohnungen durchsucht. Mit von der Partie waren auch Rauschgifthunde der Polizei. Insgesamt fielen den Einsatzkräften gut zwei Kilogramm Betäubungsmittel, zahlreiche Rauschgiftutensilien, Baseballschläger und PC sowie Handys in die Hände. Die beiden Haupttäter werden im Laufe des Mittwochs dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Gegen über 20 weitere Personen wurden im Zusammenhang mit den Durchsuchungsaktionen Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Im Rahmen anderer Ermittlungen waren die Rauschgiftfahnder der Kriminalpolizei Anfang des Jahres auf zwei Männer im Alter von 21 und 25 Jahren im Raum Schweinfurt aufmerksam geworden, die offenbar aktiv im Drogengeschäft mitmischten. Bei den daraufhin eingeleiteten Maßnahmen, die von Anfang an in enger Absprache mit der Staatsanwaltschaft Schweinfurt geführt wurden, ergaben sich nach und nach immer konkretere Hinweise darauf, dass aus Wohnungen heraus ein schwunghafter Handel mit Betäubungsmitteln geführt wurde. Relativ schnell erweiterte sich dann der Personenkreis, der bei den Rauschgiftdeals mehr oder weniger aktiv eingebunden war.
Nachdem sich die Verdachtslage konkretisiert hatte, wurden auf Antrag der Staatsanwaltschaft für die Wohnungen der Tatverdächtigen Durchsuchungsbeschlüsse erlassen. Am Dienstagmorgen tauchte dann ein Großaufgebot der Polizei zeitgleich an den verschiedenen Örtlichkeiten auf, wobei neben den Drogenfahndern der Kripo auch Beamte der zivilen Einsatzgruppe und des Einsatzzuges Schweinfurt, der Bereitschaftspolizei Würzburg und Nürnberg und der Polizeiinspektionen Bad Kissingen und Schweinfurt im Einsatz waren. Auch auf die gute Nase von sechs Drogenhunden aus Schweinfurt und Würzburg wollten die Einsatzkräfte nicht verzichten.
Insgesamt fielen den Fahndern ca. 1,2 kg Haschisch, etwa 500 g Marihuana sowie ca. 600 g Amfetamin in die Hände. In den Wohnungen stießen die Beamten weiter auch auf selbstgezogene Cannabispflanzen, sowie jeweils kleinere Mengen an Betäubungsmitteln. Auch zwei Baseballschläger, zwei Messer und Rauchgeräte stellten die Polizisten am Dienstag sicher. Die beiden Hauptverdächtigen, an deren Wohnungen die Fahnder ebenfalls aufgetaucht waren, konnten erst am Dienstagabend festgenommen werden. Die Männer haben am Mittwochnachmittag einen Termin beim Ermittlungsrichter. Dabei entscheidet sich, ob die Beschuldigten in Untersuchungshaft gehen. Bei den über mehrere Monate hinweg geführten Ermittlungen wurde bekannt, dass das Rauschgift von den Haupttätern besorgt und dann an Zwischenhändler weitergegeben wurde. Von dort erfolgte die Verteilung hauptsächlich in der Schweinfurter Rauschgiftszene. Hinsichtlich der Abnehmer sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen. Hier ist davon auszugehen, dass es noch zu zahlreichen weiteren Ermittlungsverfahren kommen wird.
Poppenhausen
Tresor aus Schule gestohlen
Bei einem Einbruch in die Volksschule "Oberes Werntal" hat ein Unbekannter am vergangenen Wochenende einen Tresor mit einigen hundert Euro Inhalt erbeutet. Der Sachschaden beziffert sich auf rund 1 000 Euro. Bislang gibt es keine heiße Spur. Die Ermittlungen führt die Kriminalpolizei Schweinfurt.
Die mögliche Tatzeit erstreckt sich von Freitagnachmittag bis Montagmorgen, 17 bis 6.40 Uhr. Der Spurenlage nach zu urteilen, hatte der Täter die Eingangstüre aufgehebelt und war dann gezielt in das gegenüber liegende Sekretariat gegangen. Dort ließ der Dieb einen angeschraubten Möbeltresor mitgehen. Mit seiner Beute machte sich der Täter dann unerkannt aus dem Staub.
Bei der Aufklärung des Einbruchs hofft der Sachbearbeiter der Kriminalpolizei jetzt auch auf Hinweise aus der Bevölkerung.
Personen, denen irgendetwas Verdächtiges im Bereich der Volksschule aufgefallen ist, werden gebeten, sich unter Telefon 09721/202-1731 zu melden.
Mellrichstadt
Im Gras gelegen und onaniert - Von Polizei entdeckt
Auf dem Radweg zwischen Kaserne und Oberstreu entdeckte ein Polizeibeamter einen Mann, der am Straßenrand im Gras lag und onanierte.Die Tour eines Fahrradfahrers aus Rumänien quer durch Deutschland in Richtung Frankreich wurde am Donnerstagabend bei Mellrichstadt für einige Zeit unterbrochen. Der Mann hatte am Straßenrand liegend onaniert und wurde dabei von einem Polizeibeamten entdeckt. Gegen den 32-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Der Zeuge hatte sich nach Dienstende bei der Polizeiinspektion Mellrichstadt wie immer auf sein Fahrrad geschwunden und auf den Nachhauseweg gemacht. Auf dem stark frequentierten Radweg zwischen der Kaserne und Oberstreu wurde der Beamte gegen 18.10 Uhr zunächst auf ein an einen Baum gelehntes Fahrrad aufmerksam. Kurz danach fiel der Blick des Ordnungshüters auf einen Mann, der direkt neben dem Radweg im Gras lag und sich in aller Öffentlichkeit befriedigte.
Der Polizist hielt an und nahm den 32-Jährigen aufgrund der eindeutigen Beweislage vorläufig fest. Zunächst hatte es den Eindruck, als ob der Beschuldigte das Eintreffen einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Mellrichstadt nicht unbedingt abwarten wollte. Dann fügte er sich jedoch in sein Schicksal und ließ sich im Streifenwagen zur Dienststelle mitnehmen. Ein Test am Alkomaten brachte ein Ergebnis von zwei Promille.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Mann aus Rumänien nach Benennung eines Zustellungsbevollmächtigten in Absprache mit der Staatsanwaltschaft wieder auf freien Fuß gesetzt. Das Fahrrad wurde ihm erst am Freitagmorgen wieder ausgehändigt, nachdem der Alkohol einigermaßen abgebaut war. Danach konnte der Mann, der den Sachverhalt einräumte und sich für sein Verhalten entschuldigte, seine Fahrt in Richtung Straßburg fortsetzen. Dort will er in etwa zehn Tagen eintreffen.
Die weiteren Ermittlungen führt die Polizeiinspektion Mellrichstadt. Der Sachbearbeiter schließt nicht aus, dass an dem viel befahrenen Radweg weitere Personen auf den Exhibitionisten aufmerksam wurden. Zeugen, denen der Mann am Donnerstagabend ebenfalls aufgefallen ist, werden gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Mellrichstadt unter Telefon 09776/606, zu melden
Unterfranken
Einbrüche in Praxen – Hoher Sachschaden, geringe Beute
In der Nacht von Montag auf Dienstag haben unbekannte Täter versucht, in insgesamt sieben Arztpraxen einzubrechen.Nur in zwei Fällen gelang es den Dieben, wenige hundert Euro zu erbeuten, es entstand jedoch hoher Sachschaden. Die Polizeiinspektion Bad Kissingen und die Kriminalpolizei Würzburg haben die Ermittlungen übernommen und prüfen jetzt, ob ein Zusammenhang zwischen den Fällen besteht.
In Bad Kissingen gelangten die Täter durch eine unverschlossene Nebeneingangstüre in das Anwesen der Ludwigsstraße. Dort wurde die Türe zur Arztpraxis sowie eine Geldkassette am Empfang gewaltsam aufgehebelt. Die Einbrecher erbeuteten Bargeld und Briefmarken im Wert von 500 Euro. In diesem Zusammenhang hatte eine Bewohnerin des Hauses etwa gegen 22 Uhr fremde Geräusche gehört, jedoch sich nichts weiter dabei gedacht.
Gegen 23.30 Uhr scheiterten die Täter an der massiven Praxistüre einer Arztpraxis in der Spargasse. Eine Bewohnerin hörte die Arbeiten, sowie zwei männliche Stimmen und gab sich durch Rufen zu erkennen. Daraufhin ließen die beiden Männer von ihrem Werk ab und machten sich unerkannt aus dem Staub. Die Zeugin meldete den Vorfall zunächst nur ihrer Nachbarin, so dass der Einbruch erst im Laufe des Vormittags bei der Polizei bekannt wurde.
Auch in der Innenstadt von Würzburg gingen Einbrecher im Laufe der Nacht auf Diebestour. In der Spiegelstraße wurde die Eingangstüre einer Arztpraxis aufgehebelt, jedoch nichts aus den Räumen entwendet. Eine Angestellte stellte am Dienstagmorgen den Schaden fest.
In einem Anwesen der Kaiserstraße versuchten zwischen Mitternacht und 07.00 Uhr unbekannte Täter gleich in vier Geschäftsräume einzudringen, was aber nur in einem Falle gelang. Nach gewaltsamem Öffnen der Haustüre wurde anschließend eine Praxistüre aufgehebelt und dort wenige hundert Euro Bargeld aus einer Kasse entwendet. Die Einbrecher konnten unerkannt flüchten.
Nach vorläufigen Schätzungen beläuft sich der Sachschaden in Zusammenhang mit den Einbrüchen auf 7000 Euro.
Wem verdächtige Personen oder sonst etwas Verdächtiges zur tatrelevanten Zeit im Bereich der Anwesen aufgefallen sind, wird gebeten, sich bei der Polizeiinspektion Bad Kissingen unter Tel. 0971 / 7149 – 0 oder der Kriminalpolizei Würzburg unter Tel. 0931 / 457 – 1732 zu melden.
Maßbach
Großeinsatz bei Vermisstensuche
Der modernen Technik hat es ein 84-Jähriger zu verdanken, dass er am späten Samstagabend bei einer großangelegten Suchaktion rechtzeitig entdeckt wurde.Der Rentner war mit seinem Rollator spurlos verschwunden. Bei der Suche waren neben Feuerwehr und Polizei auch Rettungshundestaffeln und ein Polizeihubschrauber im Einsatz. Die Wärmebildkamera am Helikopter erfasste schließlich den Vermissten. Der Mann war ansprechbar, wurde jedoch wegen Unterkühlung in ein Krankenhaus eingeliefert.
Der 84-Jährige aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld hatte sich am Samstag zu Besuch bei seiner Tochter aufgehalten. Gegen 19 Uhr startete er zu einem Spaziergang, von dem er dann allerdings nicht vereinbart wieder zurückkehrte. Zunächst starteten die Angehörigen eigene Suchmaßnahmen, die allerdings ergebnislos verliefen.
Danach wurde die Bad Kissinger Polizei verständigt, die sofort eine großangelegte Suchaktion in die Wege leitete. An der Vermisstensuche beteiligten sich fast 30 Mann der Maßbacher Feuerwehr, knapp 50 Mann des Rettungsdienstes, darunter mehrere Rettungshundestaffeln mit 15 Tieren, sowie Diensthundeführer der unterfränkischen Polizei und Streifenbesatzungen der Bad Kissinger Polizei.
Auch ein Polizeihubschrauber wurde für die Suchmaßnahmen angefordert. Gegen 22.40 Uhr nahm ein Hund der Rettungshundestaffel eine Spur am Ortsausgang Maßbach in Richtung Thundorf auf. In diesem Bereich wurde dann auch der Helikopter gezielt eingesetzt, der dann kurze Zeit später dank der Wärmebildkamera den 84-Jährige im Bereich eines Feldwegs zwischen Maßbach und Rannungen entdeckte. Der Rentner lag etwa 50 Meter von seinem Rollator entfernt kopfüber in einem Gebüsch. Der Mann war glücklicherweise ansprechbar, jedoch unterkühlt. Er wurde nach einer Erstversorgung vor Ort in eine Klinik nach Bad Neustadt gebracht.
Autobahnen Rhön - Mainfranken - Untermain
Starkregen - Unfallserie auf den Autobahnen
Regen löste am Samstagnachmittag auf den unterfränkischen Autobahnen innerhalb weniger Stunden rund zwanzig Unfälle aus. Neun Personen wurden verletzt, darunter auch ein Polzeibeamter, der sich durch einen Sprung über die Leitplanke rettete. Bilanz: 200 000 Euro Schaden. Streifenbesatzungen der Verkehrspolizeiinspektionen Würzburg-Biebelried und Schweinfurt-Werneck mussten zu fast zwanzig Verkehrsunfällen ausrücken. Ursächlich war beim Gros der Unfälle nicht angepasste Geschwindigkeit. Neun Personen trugen Verletzungen davon. Unter den Verletzten befindet sich auch ein Polizeibeamter, der sich in allerletzter Sekunde vor einem schleudernden Auto durch einen Sprung über die Leitplanke in Sicherheit bringen konnte. Der Sachschaden bei der Unfallserie dürfte sich auf etwa 200 000 Euro belaufen. Lediglich der bayerische Untermain blieb von den witterungsbedingten Unfällen einigermaßen verschont.
Region Main-Rhön
Das im Verlauf des Samstags über Unterfranken ziehende Regengebiet führte dazu, dass Zahl der Unfälle ab etwa 12 Uhr anstieg. Ein Unfallschwerpunkt lag auf der A 7 im Bereich Elfershausen, Landkreis Bad Kissingen. Hier ereigneten sich innerhalb von nur zwei Stunden sechs Unfälle. Als erster prallte ein Autofahrer aus Norddeutschland mit seinem Auto gegen die Mittelleitplanke. Es entstand ein Schaden in Höhe von 16 000 Euro. Ebenfalls an der Leitplanke landeten nur 15 Minuten später auf der Gegenfahrbahn kurz nach einander ein Pkw-Fahrer aus Bad Salzdetfurth und ein Autofahrer aus Ungarn. Hier hielt sich der Sachschaden mit insgesamt 6 000 Euro in Grenzen.
Leicht verletzt wurde dann um 13.20 Uhr wieder auf der Richtungsfahrbahn Kassel ein Autofahrer aus dem Landkreis Bad Kissingen, der bei starkem Regen von der Fahrbahn abkam und in die Außenleitplanke krachte. Hier entstand Sachschaden in Höhe von rund 20 000 Euro.
Nur zehn Minuten später führte dann ein Überholmanöver im Regen zum nächsten Verkehrsunfall. Eine Frau aus dem Landkreis Bad Kissingen war in einem Kurvenbereich ins Schleudern geraten, nachdem sie an zwei Autos vorbei gefahren war. Die 25-Jährige am Steuer und ihre Beifahrerin trugen leichte Verletzungen davon. Fast zeitgleich verlor ein weiterer Autofahrer aus dem Großraum Hannover die Kontrolle über seinen Mercedes und stieß gegen die Leitplanke. In diesem Fall dürften sich die Kosten für die Reparatur auf mindestens 10 000 Euro belaufen. Kurz vor 14 Uhr war es dann im Bereich Wasserlosen unzureichendes Reifenprofil Auslöser dafür, dass ein Autofahrer ins Schleudern kam. Der Pkw prallte zunächst gegen die Mittelleitplanke und landete dann in einem Grünstreifen. Der Fahrer aus Kassel, der allein unterwegs war, kam mit einem Schleudertrauma ins Krankenhaus.
Den Schlusspunkt der Unfallserie auf der A 7 bildete dann ein Unfall gegen 16 Uhr im Bereich Werneck. Ein Audifahrer hatte bei Starkregen überholt und dabei die Kontrolle über das Fahrzeug verloren. Dabei kam es dann noch zum Zusammenstoß mit einem weiteren Pkw.
Auch auf der A 71 kam es bei Regen zu zwei Unfällen. Kurz nach 13 Uhr geriet ein Pkw-Fahrer aus dem Kyffhäuserkreis im Bereich Hollstadt, Landkreis Rhön-Grabfeld, nach dem Durchfahren zweier Rinnsale ins Schleudern und prallte gegen die Außenschutzplanke. Nach etwa 50 Metern brachte der Mann sein Auto zum Stehen. Es entstand erheblicher Sachschaden in Höhe von etwa 11 000 Euro.
Fahrzeug überschlug sich - Ehepaar und zwei Kinder schwer verletzt
Einer der schwersten Unfälle ereignet sich gegen 15.30 Uhr auf Höhe Poppenhausen, Landkreis Schweinfurt. Hier kam eine BMW-Fahrerin nach rechts von der Fahrbahn ab und wurde dann von einer Leitplanke ausgehebelt. Danach überschlug sich das Auto mehrfach und kam halb im Grünstreifen zum Liegen. Dabei wurden die 25-Jährige am Steuer und ihr Mann schwer verletzt. Die beiden Kinder kamen mit leichteren Verletzungen davon. Die komplette Familie aus dem Landkreis Bad Kissingen wurde ins Krankenhaus verbracht. Der Sachschaden dürfte über 30 000 Euro liegen.
Auf der A 70 ereigneten sich gegen 16 Uhr kurz hintereinander zwei kleinere Unfälle, bei denen zusammen etwa 5 000 Euro Sachschaden entstand. Verletzt wurde hierbei niemand.
Region Mainfranken
Zu einer für einen Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried äußerst gefährlichen Situation kam es gegen 15.20 Uhr auf der A 81 im Bereich Kist, Landkreis Würzburg. Dort war zunächst ein Mercedesfahrer aufgrund Aquaplaning ins Schlingern geraten und mit einem VW zusammengestoßen. Das gerammte Fahrzeug prallte gegen die Leitplanke und kam dann auf dem rechten Fahrstreifen zum Stehen. Der Unfallverursacher hielt auf dem Seitenstreifen an. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 12 000 Euro.
Die Unfallstelle wurde von der Polizei mit Nissenleuchten und Leitkegeln abgesichert. Kurze Zeit später kam dann ein Mercedes auf einen Beamten zugefahren. Der Beamte machte mit Handzeichen auf die Unfallstelle aufmerksam. Der 36-jährige Daimlerfahrer übersah offenbar die Absperrmaßnahmen und leitete dann eine Vollbremsung ein. Dabei kam er auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern und überfuhr eine Pylone. Das Geschehen spielte sich nur wenige Meter vom Polizisten entfernt ab, der sich im letzten Moment mit einem Sprung über die Leitplanke in Sicherheit brachte. Dabei zog sich der Beamte eine Hand- und eine Schulterverletzung zu. Gegen den Mercedesfahrer aus Heide wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Innerhalb von nur zehn Minuten ereigneten sich dann auf der A 3 bei Geiselwind zwei Unfälle. Beim ersten war gegen 13.10 Uhr ein Porschefahrer aus Stuttgart bei Regen ins Schleudern geraten und in die Außenleitplanke geprallt. Durch umherfliegende Fahrzeugteile wurden zwei weitere Pkw beschädigt. Der Sachschaden beträgt etwa 20 000 Euro. Die Fahrer kamen mit dem Schrecken davon.
In dem sich bildenden Stau bremste ein Autofahrer sein Fahrzeug stark ab und lenkte es in Richtung Mittelstreifen. Ein Pkw-Fahrer aus Rumänien wurde darauf zu spät aufmerksam und fuhr auf das erste Auto auf. Hier entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 7 000 Euro.
Gegen 15 Uhr kam auf regennasser Fahrbahn im Bereich Wertheim eine Autofahrerin nach einem Überholvorgang ins Schleudern. Mit ihrem Pkw fuhr die Frau aus Bad Nauheim zunächst gegen den Bordstein des Mittelstreifens und dann gegen die Außenleitplanke. In diesem Fall schlägt der Schaden mit über 20 000 Euro zu Buche.
Gegen 15.45 Uhr landete dann noch ein Autofahrer aus Serbien bei Regen im Bereich Helmstadt an der Außenleitplanke. Auch in diesem Fall gab es glücklicherweise keine Verletzten. Allerdings entstand mit 11 000 Euro erheblicher Sachschaden.
Region Untermain
Glück hatten dagegen die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg – Hösbach. Auf der A 3 ereignete sich am bayerischen Untermain nur ein Unfall, der mit dem Regen im Zusammenhang stand. Gegen 17 Uhr war ein BMW-Fahrer aus Duisburg am sogenannten Kauppenaufstieg aufgrund nicht angepasster Geschwindigkeit bei nasser Fahrbahn gegen die Mittelleitplanke geprallt. Die Reparaturkosten dürften mit etwa 6 000 Euro zu Buche schlagen.
Theres - Untertheres
Frontal von VW-Bus erfasst - 17-Jähriger tot
Beim Einfahren in die Bundesstraße 26 wurde ein 17-jähriger, der mit seinem Motorroller unterwegs war, von einem VW-Bus frontal erfasst. Der 17-Jährige wurde dabei getötet, der Beifahrer schwer verletzt in ein Krankenhaus verbracht. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 26 wurden in der Nacht zum Samstag der Fahrer eines Kleinkraftrades getötet und sein Sozius schwer verletzt. Der 17-Jährige war mit seinem Motorroller in die Bundesstraße 26 eingefahren und dort von einem VW-Bus frontal erfasst worden. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde ein Sachverständiger eingeschaltet.
Nach den inzwischen vorliegenden Erkenntnissen war der Jugendliche wenige Minuten nach ein Uhr von Greßhausen gekommen. Als er dann in die Bundesstraße einbog, kam es zu einem Frontalzusammenstoß mit einem VW-Bus, der in Richtung Schweinfurt unterwegs war. Der 46-jährige Fahrer versuchte zwar noch, nach links auszuweichen. Der Mann konnte jedoch den Unfall nicht mehr vermeiden.
Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde das Kleinkraftrad völlig zerstört. Wrackteile lagen in weitem Umkreis verstreut. Der Fahrer kam etwa 30 Meter von der Unfallstelle entfernt zum Liegen. Für den 17-Jährigen aus dem Landkreis Haßberge kam jede Hilfe zu spät. Sein ein Jahr jüngerer Sozius, der ebenfalls aus dem Landkreis Haßberge stammt, wurde an Ort und Stelle von einem Notarzt versorgt und dann in ein Krankenhaus verbracht. Der VW-Bus, der im Frontbereich schwer beschädigt wurde, kam etwa 50 Meter nach der Kollision auf der linken Fahrbahnseite zum Stehen. Die fünf Insassen blieben unverletzt.
Um die genaue Unfallursache herauszufinden, kam ein Sachverständiger an den Unfallort. Die Bundesstraße 26 war zwischen Ottendorf und Untertheres komplett gesperrt. Die Umleitung erfolgte durch die Polizei und die Feuerwehr.
Unterfranken
Bilanz der Freinacht: Polizei 142 Mal im Einsatz
Große Sicherheitsstörungen in Freinacht ausgeblieben. Vier Maibäume wurden gefällt. Obwohl die unterfränkische Polizei auch in diesem Jahr in der Nacht zum 1. Mai einiges zu tun hatte, lässt sich trotzdem ein einigermaßen positives Fazit ziehen. Das Einsatzgeschehen in der Freinacht entsprach in etwa dem eines normalen Wochenendes. Größere Sicherheitsstörungen blieben wie bereits in den Vorjahren erfreulicherweise aus. Allerdings wurden trotz aller Warnungen im Vorfeld erneut vier Maibäume gefällt. In drei Fällen blieb es beim Versuch, wobei einer der angesägten Maibäume von der Feuerwehr aus Sicherheitsgründen umgelegt wurde.
Von den über 300 Einsätzen, die von den Beamtinnen und Beamten in der Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Unterfranken in der Zeit zum 1. Mai abzuarbeiten waren, hatten 142 mit dem Treiben rund um die Walpurgisnacht zu tun. Die Einsätze, die auf die Polizei zukamen, waren über ganz Unterfranken verteilt. Ein örtlicher Schwerpunkt ließ sich nicht ausmachen. Wie nicht anders zu vermuten, war in vielen Fällen reichlich Alkohol im Spiel.
48 Mal wurden Streifenbesatzungen zu Ruhestörungen gerufen. In 20 Fällen ging es um Randale. 16 Mal mussten sich unterfrankenweit Einsatzkräfte um hilflose Personen kümmern, denen der Alkohol schwer zugesetzt hatte. Die Betroffenen wurden zumeist an Bekannte/Verwandte übergeben, nach Hause gebracht oder in Schutzgewahrsam genommen. In Obernburg wurden Polizeibeamte auf einen 15-Jährigen aufmerksam, der es auf stolze 1,55 Promille brachte. Da die Eltern erst später erreicht wurden, durfte der Jugendliche seinen Rausch bis dorthin in einer Arrestzelle der Polizei ausschlafen.
Zu tun hatten es Streifenbesatzungen auch mit zehn Körperverletzungen, die jedoch nach den bislang vorliegenden Erkenntnisse ohne größere gesundheitliche Schäden über die Bühne gegangen sein dürften. In einem Fall gibt es anfangs zur gesundheitlichen Verfassung eines jungen Mannes noch keine gesicherten Erkenntnisse. Der Geschädigte hatte mit Bekannten das Maibaumaufstellen in Rüdenhausen, Landkreis Kitzingen, mit reichlich Alkohol gefeiert. Gegen 04.000 Uhr war es dann zu einer kurzen Auseinandersetzung mit einem Schlag ins Gesicht gekommen. Allerdings hatten sich die beiden Streithähne anschließend wieder versöhnt. Als der 19–Jährige zwei Stunden später nach Hause ging, brach er plötzlich zusammen. Er wurde danach vom Rettungsdienst in die Uniklinik nach Würzburg eingeliefert. Von dort kam dann die Mitteilung, dass der Heranwachsende offenbar mit einer Gehirnerschütterung davon gekommen war.
Sieben Einsätze waren wegen Streitereien zu absolvieren. Auch hier dürfte reichlich Alkohol der Auslöser gewesen sein. Im Kolitzheimer Ortsteil Gernach, Landkreis Schweinfurt, war in den Morgenstunden ein 34-Jähriger gestürzt. der von den nächtlichen Feierlichkeiten übrig geblieben war. Reichlich angetrunken war der Mann in sein Bierglas gefallen und hatte sich dabei Verletzungen zugezogen, die eine Einlieferung in ein Krankenhaus erforderlich machten.
Obwohl das Polizeipräsidium Unterfranken auch in diesem Jahr auf die strafrechtlichen Konsequenzen des Maibaumumsägens hingewiesen hatte, griffen doch wieder einige wenige Unbelehrbare zur Säge. Allerdings wurden unterfrankenweit nach den bislang vorliegenden Erkenntnisse nur vier Maibäume in Rimpar, Landkreis Würzburg, im Rentweinsdorfer Ortsteil Losbergsgereuth, im Breitbrunner Ortsteil Kottendorf, und in Zell am Ebersberg, Landkreis Haßberge, umgesägt. Dabei kippte der Baum in Losbergsgereuth auf das Dach des Feuerwehrhauses. Die Baumkrone fiel auf die auf dem Dach angebrachte Stromleitung (380 Volt), die daraufhin kurzzeitig abgeschaltet werden musste. Danach konnte die Dorfjugend den Maibaum entsorgen. Ob an der Stromleitung ein Schaden entstanden ist, lässt sich bislang noch nicht mit letzter Sicherheit sagen. In Zell am Ebersberg fiel der Baum auf ein daneben abgestelltes Feuerwehrauto, das dabei beschädigt wurde.
In zwei weiteren Fällen in Haßfurt und Kirchlauter, Landkreis Haßberge, blieb das Vorhaben, die Maibäume umzulegen, im Versuchsstadium stecken. Auch in Röllbach, Landkreis Miltenberg, sägten Unbekannte den Maibaum an und machten sich dann aber aus dem Staub. Allerdings musste der Baum in der Folge von der örtlichen Feuerwehr umgelegt werden. Bei dieser Aktion drückte gegen 2.30 Uhr ein Windstoß den mit Seilen gehaltenen Maibaum gegen einen geparkten Pkw. Dabei wurde an dem Fahrzeug ein Spiegel abgerissen.
Wie in den Jahren zuvor hatte das Polizeipräsidium Unterfranken für die Nacht zum 1. Mai wieder mit einer erhöhten Präsenz aufgewartet. Dies führte dazu, dass auch diesmal wieder schwerere Sicherheitsstörungen ausgeblieben sind. Trotz aller mahnenden Worte und Hinweise auf rechtlichen Folgen gab es einige Unverbesserliche, die die Freinacht mit übermäßig Alkohol feierten und in dieser bierseligen Stimmung Polizeieinsätze verursachten. Allerdings war ihre Zahl deutlich geringer als im Jahr zuvor. Die unterfränkische Polizei ist alles in allem mit dem Einsatzgeschehen in der Walpurgisnacht zufrieden. Der Dank der unterfränkischen Ordnungshüter gilt denen, die gut gelaunt und vor allem friedlich die Freinacht gefeiert haben.
Eltmann
Kind von Traktorrad lebensgefährlich verletzt
Ein neunjähriger Bub wurde vom Rad eines Traktors erfasst und dabei lebensgefährlich verletzt.Der Bub saß mit einem sieben Jahre alten Mädchen in einem Transportkorb aus Holz, der am Heck des Traktors befestigt war. Während der Fahrt löste sich ein Bolzen mit dem der Korb befestigt war während der Fahrt. Der Korb sackte ab und der Bub stürzte aus dem Korb heraus auf das hintere Rad des Traktors. Der Bub wurde von einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.
Gegen 11 Uhr, am Samstagvormittag, war ein 36-Jähriger mit seinem Traktor losgefahren. Sein neunjähriger Sohn saß mit in der Fahrerkanzel, die siebenjährige Tochter und der zwei Jahre ältere Bub saßen in einem selbstgebauten kistenähnlichen Sitz, der am Heck des landwirtschaftlichen Gerätes befestigt war.
Den Ermittlungen zur Folge löste sich ein Bolzen dieses Sitzes aus bislang noch unklaren Gründen während der Fahrt auf einem Feldweg und sackte ab. Dadurch fiel der Neunjährige aus dem Korb heraus und auf das linke Hinterrad des Traktors sowie auf die Ackerschiene. Der Fahrer bremste sofort ab und das Kind fiel zu Boden und kam schließlich zwischen dem Bulldog und dem Anbaugerät zum Liegen. Die Unfallermittlungen zum genauen Hergang dauern an. Die beiden anderen Kindern und der 36-jährige Fahrer erlitten einen Schock.
Mit im Einsatz vor Ort waren Kräfte des Rettungsdienstes, die sich sofort und bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers um den Jungen kümmerten. Darüber hinaus kam die örtliche Freiwillige Feuerwehr an die Unfallstelle
Unterfranken
Freinacht und 1. Mai – Kein Feiertag für die Polizei – erhöhte Präsenz
Die Nacht zum 1. Mai und die zahlreichen Feste am folgenden Feiertag haben der Polizei in den letzten Jahren immer wieder einiges an Arbeit beschert. Für den ein oder anderen, der die Feierlichkeiten übertrieben hatte, gab es konsequenterweise ein böses Erwachen. Auch in diesem Jahr rechnet die unterfränkische Polizei wieder mit einigen Problemen, deren Verursacher meist deutlich über den Durst hinaus dem Alkohol zugesprochen haben.
Im vergangenen Jahr wurde die Polizei unterfrankenweit alleine in der Freinacht zu 278 Einsätzen gerufen. Das Gros waren Ruhestörungen. Allerdings war es auch beinahe dreißigmal zu Streitereien gekommen, die zum Teil auch handfest ausgetragen wurden. Über zwanzigmal beschäftigten renitente Festbesucher die Einsatzkräfte. In vielen Fällen war bei den Beteiligten reichlich Alkohol im Spiel, darunter auch dreizehnmal in einer Menge, die dazu führte, dass Personen ohne fremde Hilfe ihren Weg nicht mehr alleine fortsetzen konnten. Angegangene Maibäume, alkoholisierte Autofahrer und zahlreiche weitere Sachbeschädigungen im öffentlichen Raum waren Beleg dafür, dass der ein oder andere den Bereich des groben Unfugs doch zum Teil erheblich überschritten hatte.
Wenn in der Freinacht dem Brauchtum entsprechend kleine Scherze gemacht werden, ist dies sicherlich unproblematisch. Grenzen findet die Tradition allerdings dann, wenn beispielsweise fremdes Eigentum mutwillig beschädigt wird. Speziell das Umsägen von bereits aufgestellten Maibäumen stellt darüber hinaus auch noch eine unkalkulierbare Gefahr dar. Unkontrolliert umfallende Bäume sind besonders in Wohngebieten sowohl für die Verursacher als auch Unbeteiligte lebensgefährlich und können an Gebäuden erhebliche Schäden anrichten. Dass auch der Umgang mit Motorsägen – ggf. gar noch unter Alkoholeinfluss – erhebliche Verletzungen nach sich ziehen kann, erklärt sich von selbst.
Aber auch für Verkehrsteilnehmer ist am 1. Mai erhöhte Vorsicht geboten. Gerade im ländlichen Bereich sind besonders auf Ortsverbindungsstraßen gerne Wandergruppen, zum Teil auch mit Bollerwagen, sowie Fahrradfahrer unterwegs. Sowohl Autofahrer als auch Fußgänger sollten sich deshalb trotz Feierlaune rücksichtsvoll und umsichtig verhalten, um Unfälle zu vermeiden. Dass Alkohol im Straßenverkehr nichts verloren hat, ist selbstredend.
Die unterfränkische Polizei wünscht allen Bürgerinnen und Bürgern einen schönen 1. Mai Feiertag. Allerdings werden wir insbesondere um erheblicheren Sicherheitsstörungen konsequent entgegenzuwirken, auch in diesem Jahr mit einer erhöhten Präsenz aufwarten. Diese Marschroute dient auch der großen Mehrzahl der gut gelaunt und friedlich Feiernden. Ihnen wird dadurch gewährleistet, möglichst unbehelligt von Störenfrieden, die Nacht zum 1. Mai verbringen zu können.
Unterfranken/Aschaffenburg
Bettler haben es auf Geldbörsen abgesehen
Vermehrt erreichen Polizeidienstellen in ganz Unterfranken seit einigen Wochen Mitteilungen von Bürgerinnen und Bürgern, die immer auf dieselbe Art und Weise von angeblich taubstummen Bettlern in den Innenstädten angesprochen werden.Das eigentliche Problem bei der Sache ist allerdings, dass es die Straftäter in der Hauptsache nicht auf eine kleine Gabe abgesehen haben, sondern das Ansprechen zur Ablenkung nutzen und dann in die Geldbörse hineingreifen bzw. diese komplett an sich bringen.
Zuletzt kam es in der Aschaffenburger Innenstadt am Dienstagnachmittag zu einem derartigen Vorfall. Eine Rentnerin war gegen 14.15 Uhr zunächst von einer jungen Frau angesprochen worden, die vorgab, taubstumm zu sein. In der Folge hielt sie der Seniorin eine Spendenliste eines angeblichen Vereins für behinderte und taubstumme Kinder vor, woraufhin die Angesprochene ihren Geldbeutel zückte, zwei zwei Euro Münzen herausholte und diese auf die Kladde legte. Just in dem Moment kam eine zweite Frau hinzu, welche die Rentnerin bedrängte und ebenfalls um Geld bettelte. Dies ist allerdings ein Teil der Masche und dient der Ablenkung. In diesem Fall fiel dann eine Münze auf den Boden, die Seniorin bückte sich und hielt dabei ihre geöffnete Geldbörse noch in der Hand. Ehe sie sich versehen hatte, griff eine der beiden Frauen in das Scheinfach und prompt fehlten 265 Euro.
Leider bemerkte die Bestohlene erst zehn Minuten später den dreisten Diebstahl und alarmierte die Polizei. Die weiteren Ermittlungen ergaben allerdings, dass es sich bei der Tatverdächtigen um eine 16-Jährige aus Nordrhein-Westfalen handeln dürfte, die mit derselben Masche bereits Mitte 2011 mit anderen Personen unter anderem in Bad Kissingen, Haßfurt und Lohr a.Main aktiv war. Seit Anfang April 2012 ist die 16-Jährige in Hausen im Landkreis Würzburg, in Karlstadt in Würzburg und in Ochsenfurt mit dieser Masche aufgefallen. Auch im Raum Main-Rhön, genauer in Bad Neustadt und unter anderem Bad Kissingen waren Personen mit dieser Begehungsweise aufgefallen.
Neben dem Erfolg, die 16-Jährige als Tatverdächtige des Geldbörsendiebstahls in Aschaffenburg ermittelt zu haben, konnte die Aschaffenburger Polizei jedoch auch einen Fahndungserfolg verzeichnen. Im Zuge der Suche nach den beiden Täterinnen des Vorfalls in der Herstallstraße, kontrollierten die Beamten eine 20-Jährige und ihre vier Jahre ältere Begleiterin in der Schönbornstraße. Beide stammen ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen und hatten Bürgerinnen und Bürger mit derselben Spendenmasche angesprochen. Auch sie hatten einem älteren Mann vorgetäuscht taubstumm zu sein und fünf Euro von ihm bekommen. Danach wurde das Duo vorläufig festgenommen und zur Dienststelle in den Lorbeerweg gebracht. Gegen beide wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges eingeleitet und ihr bislang offensichtlich betrügerisch erlangtes Bettelgeld in Höhe von 25 Euro nach Rücksprache mit der Aschaffenburger Staatsanwaltschaft sichergestellt.
Die Polizei bezeichnet diese Vorgehensweise der Täter auch als sogenannter "Bettel-Trick": Hierbei halten die Täter dem Opfer wie in den geschilderten Fällen eine Kladde, manchmal im Lokal aber auch nur ein Blatt Papier vor, mit der Bitte um eine Spende. Dabei nutzt einer der Täter dann die Ablenkung für den raschen Griff in bzw. nach der Geldbörse oder in die Handtasche.
Um sich vor derartigen dreisten Dieben zu schützen, hat die unterfränkische Polizei allerdings einige Tipps für Sie parat:
- Seien Sie grundsätzlich misstrauisch, wenn Sie von Unbekannten auf offener Straße angesprochen werden und nach Geld gefragt werden. Das gilt für Spenden ebenso wie für die Bitte um Wechselgeld.
- Behalten Sie ihre Geldbörse sicher und geschlossen in ihrer Hand oder verstauen Sie sie beispielsweise in einer verschließbaren Jackeninnentasche.
- Lassen Sie sich nicht ablenken! Die Diebe arbeiten mit verschiedensten Tricks. Hierzu gehört z.B. das Anrempeln, das Versperren der Sicht auf ihre Handtasche, Geldbörse etc. durch Vorhalten beispielsweise einer Unterschriftenkladde.
- Im Falle eines Diebstahls machen Sie andere Passanten auf die Diebe aufmerksam. Alarmieren Sie sofort über Notruf 110 die Polizei und merken Sie sich das Aussehen der Diebe und wohin diese unter Umständen geflüchtet sind.


























