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Elke Jones

Portrait von Elke Jones. Foto: keju

* 1973

Gemälde "Nackte Schönheit" von Elke Jones

Einen Touch Glamour gepaart mit Herzlichkeit strahlt die Künstlerin Elke Jones aus – auch in ihren Bildern. Die in Südafrika lebende Malerin stammt aus Riedenberg bei Bad Brückenau und hat über viele Jahre hinweg einen originellen Malstil entwickelt. Ihre Gemälde strahlen den Einfluss zweier Kontinente wider: Das strukturierte Europa vereint mit dem fröhlichen Afrika.

„Ich male seit meinem dritten Lebensjahr“, erzählt Elke Jones. Die 37-jährige Lady im weißen Jeansanzug ist perfekt durchgestylt von den Schuhen über das Top bis zum Schmuck. Sie trägt eine dicke Halspanzerkette mit einem großen silbernen Herz. Trotzdem hat Elke Jones’ Auftreten nichts Steriles, denn sie hat ein offenes, einnehmendes Wesen. Einen speziellen Charme verströmen viele ihrer Gemälde mit beschwingten Titeln wie Pistazienhühner, Fröhliche Sonnenblumen oder Elefantenromanze.

Aparte Ornamentik ziert alle Kunstwerke, staksige Paradiesvögel finden sich in unglaublichem Gestaltungsreichtum auf vielen Gemälden. „Meinen Stil habe ich mir nicht durch Zeichen- oder Malkurse nehmen lassen“, erklärt Jones ihren Abgesang auf weiterbildende Kunstseminare. Vergangenes Jahr stellte sie in Marktheidenfeld und Stuttgart aus. „Inzwischen verkaufe ich meine Bilder ganz gut“, erzählt die Unterfränkin, die mit einem Südafrikaner verheiratet ist. Sie spricht auch die Landessprache Africaans, früher Kapholländisch oder Kolonial Niederländisch genannt. Vor 15 Jahren wanderte sie aus, lebt heute in Johannisburg und arbeitet noch nebenbei in einer Arztpraxis: „Ich möchte es schaffen, irgendwann nur von meiner Kunst zu leben.“

Beeindruckt von der südafrikanischen Tierwelt, malte sie anfangs überwiegend Löwen, Elefanten oder Zebras. Die fantasievollen Tierporträts erinnern an Naive Malerei, gepaart mit kubistischen Elementen. Geblieben ist in den Gemälden der jetzigen Grün-Braun-Weiß-Schwarz-Gold-Phase ein fragmentarisches Zebramuster wie in „Der Regenbogen“ oder „Blumenherz“.

Elke Jones malt in Acrylfarben, überwiegend auf quadratischen Leinwänden mit den Maßen ein Meter oder 30 Zentimeter. „Die fertigt mir eigens ein Schreiner an.“ Penibel skizziert sie mit Bleistift die aufwändigen kubischen, sternförmigen und floraren Ornamente vor. Die abstrakten geometrischen Strukturen haben etwas Meditatives, erinnern an die Kunst des Mandalamalens. Mit schwarzer Acrylfarbe zeichnet sie mit sicherem Pinselstrich die Konturen nach, bevor sie Farben ins Spiel bringt. Reliefartige Schichtungen in Goldacrylfarbe sind auch ein typisches Element in den Bildern von Elke Jones: „Gold steht für Glanz, Ewigkeit und Glamour.“ Mit einem Film aus Firnis schützt sie abschließend die Bilder vor Lichteinflüssen und verleiht ihnen eine matte Oberfläche.

Angelika Silberbach

Gemälde "Elefantenromanze" von Elke Jones. Foto: as
Gemälde "Löwenparadies" von Elke Jones. Foto: as
Gemälde "Meerestiefe" von Elke Jones. Foto: as